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Auslosung zur Beteiligung der Siedlungsentwicklung

Zufallsauswahl von Wohnungen – Methode und Vorgehen

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erarbeitet derzeit ein Entwicklungskonzept für die Siedlung am Perlacher Forst. Dazu haben wir unsere Mieterinnen und Mieter seit dem Aufstellungsbeschluss des Münchner Stadtrats für einen Bebauungsplan im Juni 2024 mehrfach informiert und zuletzt im November 2024 auch beteiligt. Wir haben angekündigt, im neuen Jahr vertieft über die Inhalte des Vorhabens zu sprechen. Wir freuen uns, dieses Versprechen jetzt einzulösen. Am 05. April 2025 findet deshalb ein Workshop-Format statt, an dem zufällig ausgeloste Mieterinnen und Mieter live und vor Ort teilnehmen und mitwirken können. Auch gibt es eine Online-Beteiligung, in der sich alle Interessierten zur selben Zeit beteiligen können.

Derzeit leben rund 2.500 Mieterinnen und Mieter in der Siedlung am Perlacher Forst. Um eine faire und repräsentative Beteiligung zu erreichen und gleichzeitig sicherzustellen, dass im Rahmen des Workshops zielgerichtet gearbeitet werden kann, wurde eine zufallsbasierte Auslosung von 40 Teilnehmenden getroffen. Die Auswahl der 40 Teilnehmenden orientiert sich an den demokratischen Grundsätzen eines Bürgerrats – einem bewährten Instrument für faire und repräsentative Bürgerbeteiligung. Durch das Zufallsprinzip wird sichergestellt, dass die Vielfalt der Mieterschaft abgebildet wird und unterschiedliche Perspektiven in den Prozess einfließen. Alle Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, sich gleichberechtigt und auf Augenhöhe in die Diskussion einzubringen. Der Auswahlprozess erfolgt dabei transparent und nachvollziehbar. Sowohl die Zusammensetzung der Teilnehmenden als auch die erarbeiteten Ergebnisse sind für alle einsehbar.

Vorgehen der Zufallsauswahl

Die Auswahl der Teilnehmenden sowie deren Stellvertretung erfolgt in einem mehrstufigen, zufallsbasierten Verfahren. Grundlage hierfür sind strukturierte Daten aus einer Excel-Tabelle, in der alle Wohnungen den jeweiligen Gebäuden und Clustern zugeordnet sind. Die Einteilung der Gebäude in zehn Cluster erfolgte nach zwei Kriterien: der geografischen Lage der Gebäude sowie der Anzahl der Wohneinheiten je Cluster. So wird sichergestellt, dass vier Teilnehmende pro Cluster rund sechs Gebäude vertreten, die aufgrund ihrer Nähe zueinander eine gemeinsame Perspektive auf die geplanten Maßnahmen des Entwicklungskonzepts teilen.

Die Daten wurden vor der Zufallsauswahl anonymisiert, um Datenschutz und Fairness zu gewährleisten. Der Auswahlprozess erfolgt mithilfe des Fisher-Yates-Algorithmus, einem anerkannten Zufallsverfahren, das sicherstellt, dass jede mögliche Kombination die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, ausgewählt zu werden. Durch das Durchmischen der Listen (z. B. Gebäudelisten innerhalb eines Clusters) entstehen faire und nicht vorhersehbare Auswahlmöglichkeiten.

Schritte der Auswahl:

  1. Datenaufbereitung:
    Alle anonymisierten Wohnungsdaten werden anhand der Cluster- und Gebäudezuordnung geladen und strukturiert.
  2. Gleichmäßige Verteilung auf die Cluster:
    Die Zielzahl von 40 Wohnungen wird gleichmäßig auf die zehn Cluster verteilt, sodass pro Cluster vier Wohnungen gezogen werden.
  3. Gebäudeauswahl pro Cluster:
    Innerhalb jedes Clusters werden zufällig Gebäude ausgewählt, wobei aus jedem gewählten Gebäude genau eine Wohnung gezogen wird. Dies verhindert, dass mehrere Wohnungen aus demselben Gebäude vertreten sind.
  4. Zufällige Wohnungsauswahl innerhalb des Gebäudes:
    Die konkrete Wohnung innerhalb des jeweiligen Gebäudes wird per Zufallsprinzip ermittelt.

Stellvertreterauswahl:

Für jede gezogene Wohnung wird eine Stellvertreterwohnung aus demselben Gebäude zufällig ausgewählt. Sollte eine geloste Person nicht am Workshop teilnehmen können, rückt die Stellvertretung automatisch nach.